Ursula: Wie meine Frühlingspost entstanden ist...

Walzendruck ©Ursula Ziegler
Foto: Ursula Ziegler




Letzte Woche erreichte uns eine Mail von Ursula mit Bildern ihrer Frühlingspost. Da kam die Idee auf, diesen schönen Entstehungsprozess nicht nur der Gruppe 8 zu zeigen, sondern der ganzen Welt. Deshalb rufen wir hiermit alle bloglosen Postkünstlerinnen auf: Schickt uns Fotos euer Werke und ein wenig Text dazu, dann können wir sie an dieser Stelle veröffentlichen.


Ursula schreibt: 

Liebe Postkunstwerklerinnen der Gruppe 8,

meine gewalzten Blätter werden wahrscheinlich inzwischen bei Euch angekommen sein.
Hier nun ein kleiner Einblick in meine Werkelei:

Walzendruck ©Ursula Ziegler
Foto: Ursula Ziegler


Zuerst habe ich verschiedene Walzen hergestellt, d.h. in Schaumstoffröhren mit dem Lötkolben einfache Muster eingebrannt, dann verschiedene Motive aus Moosgummi ausgeschnitten und auf Fusselrollen geklebt bzw. die restlichen Schaumstoffrollen beklebt. Mit den Schaumstoffrollen wurden die Papiere in sanftem Morgentau grundiert, darauf dann petrolfarbene Blätter gewalzt. Wenn man es mal raus hatte, wie es funktioniert, ging das alles relativ flott von der Hand und die 10 Blätter waren schnell fertig.

Erst danach habe ich mit anderen Farben und Mustern gewalzt und weitere schöne Papiere sind entstanden. Daraus habe ich Euch jeweils ein kleines Päckchen zusammengestellt und mitgeschickt. Mit dem "Postkunst-Dank" von Tabea und Michaela bekam ich auch so ein Musterpäckchen und fand das so eine tolle Idee!!



Walzendruck ©Ursula Ziegler
Foto: Ursula Ziegler
Jetzt freue ich mich auf die nächsten Frühlingspostkunstwerke und grüße Euch herzlich
Ursula


Frühlingsboten – Eine Postaktion mit dem Haupt Verlag

Mittendrin in der Frühlingspost dürfen wir euch heute noch eine zusätzliche Post-Kunst-Aktion vorstellen, die wir zusammen mit dem Haupt Verlag starten. Hüpft mal ganz schnell rüber zum Haupt Magazin, da sind wir heute zu Gast. Wir stellen zwei nagelneue Bücher vor, zeigen, wozu uns die Bücher inspiriert haben und fordern euch auf:

Verschickt selbstgemachte Karten und gewinnt dabei herrliche Bücher, wie findet ihr das?

Alle Infos findet ihr hier.  Wir freuen uns auf eure Post! #hauptfrühlingsboten

Das Steady Jahreabo ist da!



Liebe Freunde der Postkunst, es ist ab sofort möglich, über Steady ein Jahresabo einzurichten. Das erleichtert einiges und ist kostengünstiger. Bisher war nur eine monatliche Abbuchung möglich, das hat – wegen der vielen kleinen Raten – Paypalgebühren und für einige von euch auch zusätzliche Buchungsgebühren verursacht.

Nun habt ihr die Wahl! Wer uns bereits unterstützt, kann auf unserer Steady-Seite auf »Jahresabo« umstellen. Dann werden nur einmalig pro Jahr Buchungskosten fällig. Beim Abschließen eines neuen Abos könnt ihr per Riegel entscheiden, ob ihr monatlich oder jährlich abrechnen lassen möchtet.

Die Preise werden euch bei der Ansicht der 3 Pakete trasparent dargestellt, schaut einfach mal vorbei.



Wir haben unsere »Dankes« verschickt. Wer keine Post erhalten hat, meldet sich in zwei Wochen bitte bei uns. Wir haben bereits Meldung, dass eine Karte nicht ankam. Das ist traurig. Naja, ein bisschen Hoffnung ist ja noch, dass sie einfach nur eine kleine Deutschlandreise unternimmt ...

Es grüßen euch. Michaela und Tabea

Unser Post-Kunst-Dank

Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog
40 Karten und Briefe im Post-Kunst-Werk Outfit sind auf dem Wege zu unseren Abonnentinnen. Oder sind sie schon da? Michaela und ich haben je eine Seite der Dankes-Karten gestaltet. Oben seht ihr Michaelas Schablonendrucke im Entstehen. Ihr Plotter hat unsere Hausschrift perfekt getroffen. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir genau die richtige Schrift ausgewählt haben, sie hat keine geschlossenen Punzen. Die Buchstaben sind alle in einem Stück miteinander verbunden, somit eignet sich die Schrift so gut zum Schablonieren.

Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog




Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog

Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog
Jeder Stapel im Bild (oben) steht für eins unserer drei Pakete, die man bei Steady buchen kann. Ist doch mal interessant, die Gewichtung hier visualisiert zu sehen. Michaelas weiße Grundierung war eine Herausforderung für mich. Was war das genau und wozu dient sie? Sie hat auf jeden Fall einen Bleistift, einen Brushfilzer und mein Fixierspray gefressen. Als Grundlage für kreatives Gestalten schien mir das Ganze recht interessant.

Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog
Die Grundierung ist Gesso, Acrylkreidegrund, damit hatte ich vorher auch noch nicht wirklich gearbeitet, aber es schien mir eine wunderbare Möglichkeit, aus schnöden Graupappen herrliche Mal-Untergründe zu machen. Meine Versuche mit Bleistiften und Filzstiften waren recht vielversprechend, aber ich habe auch nicht 40 Karten beschriftet.... Konnte ja nicht ahnen, dass die Briefmarken darauf nicht kleben...wieder was gelernt!

Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog
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Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog
Die Anregung einer lieben Postkunst Teilnehmerin, inspirierte uns zu diesen kleinen Collagepapier Paketen. Es hieß, über Musterpapierschnipsel würde frau sich freuen. Hier gibt es also viele kleine Häufchen für die Wertbrief-Abos und zwei große für die Kulturpakete. Das Zusammenstellen hat Spaß gemacht. Es sind Originaldrucke von Michaela, sowie auch eine Auswahl aus ihren gedruckten Bögen, dann Aquarellmuster, Drucke und Tuschewerke von mir. Einiges kennt ihr aus unseren Blogs.

Wir können jetzt schon sagen, Collagenpapier kann man immer gut gebrauchen! Schon sehr bald womöglich! Wir planen gerade etwas sehr Schönes ...

Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog
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Diese üppig ausgestattete Post haben wir nun exklusiv für die ersten 40 Abos gestaltet. Die Planerei hat sich gelohnt und das »Briefeschreiben« hat Spaß gemacht! Wir arbeiten nun an einem neuen Danke-Konzept für alle noch folgende Unterstützerinnen. Wir informieren euch.

Nun aber endlich »ab die Post!« Wir hoffen, alles kommt gut an und ihr habt eure Freude! 

Postkunstwerkdank ©post-kunst-werk-blog
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Tipp! Din A3 Format ohne Knick verschicken

Nicht nur für unsere diesjährige Frühlingspost wäre es doch schön, große Formate günstig ohne zu knicken zu verschicken, oder? Ich persönlich stand schon öfter mal vor dem Problem. Hier also ein kleiner Tipp:

1. Suche einen Pappumschlag oder eine Kiste, ungefähr im Din C4 Format
Bis 35,3 x 25 cm, einer Höhe von 2 cm und bis zu einem Gewicht von 500g, darf die Post als »Versandtasche« oder »Karton« für 1,45 Euro in den Briefkasten.

Für unsere Technik könnt ihr quasi jeden Umschlagstyp wählen, den ihr gerade zur Verfügung habt, auch flache Umschläge. Wichtig ist, dass sie aus stabiler Pappe gemacht sind.

2. Nun benötigst du Wellpappe aus der du eine »Knick-Schutz-Rolle« bildest
  • Die Länge der Rolle sollte mindestens 21 cm betragen, damit ihr sie – in den locker auf DIN A4 zusammengelegten – Din A3 Bogen stecken könnt. Siehe Foto unten.
  • Die Breite des Wellpappstreifens richtet sich danach, wie hoch eure Post werden darf oder soll. In meinem Fall ergab ein 7 cm breites Stück Wellpappe, im aufgerollten Zustand, ca. 1,5 cm Höhe.
  • Wellpappe zurechtschneiden, aufrollen und mit Klebestreifen fixieren. Mit Klebeband am Papierbogen-Rand oder auch direkt an der Bogen-Rückseite fixieren. Es ist wichtig, dass die Rolle fest an der Stelle sitzen bleibt, an der wir den Knick vermeiden möchten.


3. Diese Konstruktion legt ihr in euren Wunschumschlag. Die Wellpappe schützt den Bogen vor dem unerwünschten Knick.



Die Frühlingspost-Linkliste

90 Postkünstlerinnen in 9 Gruppen arbeiten an ihren Druckwalzen und bedrucken Papiere in sanftem Morgentau. Hier ist die Liste, in der ihr euren kreativen Weg zeigen könnt, verlinkt auf euren Blog oder auf Instagram und guckt, was die anderen so machen. Nutzt für Instagram die Hashtags #frühlingspost2018 und #walzendruck.


Listige Listen


Hallo liebe Teilnehmerinnen der Frühlingspost!

Leider hat unser Anmeldetool nicht jeden erfasst, der sich eingetragen hat. Bisher erreichten uns 4 Nachrichten über Nichtanmeldung, die besorgt nach der Liste fragten. Die sie ja nicht erhalten hatten.

Wer sich angemeldet hat und bis jetzt KEINE Liste erhalten hat, sollte sich so schnell wie möglich bei mir melden. Schickt eine Mail mit Name, Straße, Stadt, Land, Mailadresse, Webadresse an: mail@tabeanoreiks.de

(Nachtrag: Wir müssen die Listen nun schließen, denn viele haben bereits angefangen. Wir hoffen, es ist nun niemand angemeldet unangemeldet geblieben. Wenn doch, tut es uns leid, wir arbeiten an einer verbesserten Technik!)




Ich trage euch dann jeweils an die 10ter Position in die bestehenden Listen. Die meisten in den Gruppen freuen sich über mehr Post ;o) Alle, die schon drucken, gestalten lieber ein Blatt mehr ... vielleicht bekommt eure Gruppe noch Zuwachs.

Entschuldigt den Fehler!

Frühlingspost 2018



Die ersten bunten Tupfen schauen aus der kalten Erde heraus und weisen uns dezent auf etwas Wunderbares hin. Wir freuen uns sehr, euch heute zur Frühlingspost 2018 einladen zu können. Neugierig? Na dann stürzen wir uns gleich ins Konzept!

Während die Post im letzten Frühling eher filigran ausgefallen ist, setzen wir in diesem Jahr einen Kontrast in Sache Größe. Unser Format beträgt DIN A3. Während überall die Knospen sprießen, kreieren wir auf unseren Tischen »Frühlingsblätter«. Kreieren heißt konkret: walzen!


Frühlingspapier-Kollektion per Walzendruck

Den Meisten ist das Einwalzen der Farbrolle bekannt, eigentlich machen wir dies ja, um z.B. eine Gelly-Platte gleichmäßig einzufärben oder einen Druckstock. Doch die Strukturen, die dadurch auch auf Papier entstehen, können künstlerisch wirken. Wir möchten jedoch noch weiter gehen. Seid kreativ! Es gibt sehr viele Möglichkeiten, sich selber Musterwalzen zu gestalten.

Mit abgebundenen Tapezierrollen, beklebten Korken, beschnitzen Nudelhölzern und vielem mehr möchten wir loslegen und walzen unsere Papiere voller Muster. Ob per Zufall oder genau geplant, mit einer Rolle lassen sich Muster und Strukturen sehr einfach großformatig anlegen.

Damit alle Papierbögen zusammenpassen, starten wir mit einer gemeisamen Farbe. Ein Farbenhersteller nennt sie „Sanfter Morgentau“ – ein helles Graugrün – das den beginnenden Frühling erahnen lässt. Dieser Farbton (es muss nicht nicht Orignalfarbe sein) ist der Grundton zu dem jede ihre persönlichen Frühlingsfarben kombinieren kann.

Am Ende erhält jede Teilnehmerin aus der Gruppe 9 Papierbögen im Format DIN A 3, die sich sehr schön zum Weiterverarbeiten eignen. Zum Kaschieren von Büchern und Schachteln, für Collagen, Briefumschläge. Oder wie wäre es mit einer frühlingshaften Tapezierung?

Das Prinzip
9 Teilnehmer gestalten 9 Musterbögen und senden 8 davon am Tag X per Post an die anderen Teilnehmer des Projektes. So begleiten uns die schönen Briefe durch den Frühling.

Projektdaten
Format: DIN A3 (297 x 420 mm)
Technik: Musterwalzendruck (Walze selbstgemacht)
Material: Papier
Farbe: „Sanfter Morgentau“ + Eigene Wahl
Umfang: 9 Exemplare
Porto: Großbrief 9 x 1,45 Euro = 13,05 Euro
(Der Bogen wird einmal gefaltet. Das Porto kann sich durch Teilnehmer aus dem Ausland erhöhen)

Zeitrahmen
Versenden der Listen: 2. März 2018
Projektdauer: 19. März bis 20. Mai 2018

Anmeldung
Die Anmeldung ist abgeschlossen.

Zubehör
Papierplausch
Walzendruck-Pinterest Board

Walzendrucke • Edlerkunst
Farbwalze Zufall • Jennifer Coyne Qudeen
Nudelholz und Spitze • Doityu
Klopapierrollen • Robruhn
Klopapierrollen • Truoriginal

Button zum Mitnehmen:







Papierplausch

Papierplausch ©post-kunst-werk

Michaela: Diese Woche war ich Einkaufen, Papier-Einkaufen, das macht mir viel mehr Spaß als Klamotten-Kaufen. Zum Glück brauche ich ja für meine Workshops immer reichlich Material und darf so von Zeit zu Zeit die Vorräte wieder auffüllen. Gerne hätte ich dich mit genommen zum Einkaufen, Tabea, aber leider bist du zu weit weg. Also zeige ich dir meine Einkäufe und wir plauschen ein bisschen über unsere Lieblingspapiere.

Tabea: Da wäre ich gern dabei gewesen! Obwohl ich Papier auch gerne einkaufe, tue ich dies seit Jahren eher selten. Ich lebe in einem alten Grafiker- und Künstlerhaus, welches ein großes Papiererbe birgt. Ich bin immer wieder entzückt, wenn sich zwischen dem vielen Müll, wunderbare Papierbestände auftun. Shoppinglaune kommt bei mir jetzt trotzdem auf … die DDR lässt grüßen!


Papierplausch ©post-kunst-werk
Michaela: Das Papier ist ja der Hammer! Das Motiv hätte ich gerne als Stempel!
Zum Bedrucken, egal ob mit Stempeln, Schablonen oder Siebdruck nutze ich am liebsten farbige Papiere. Somit habe ich schon einen Grundfarbton und kann durch die Druckfarben einen schönen Farbklang erzeugen. Diesmal habe ich mir einige Büttenpapiere mitgenommen Bugra Bütten in Graublau und grünlich und dazu ein zartgrünes Ingres Papier. Ich mag die raue Oberfläche und die gerippte Struktur des Papiers und nutze die Papiere gerne für Bucheinbände.
Das grünliche Papier habe ich schon für die Frühlingspost eingekauft ... Psst!

Papierplausch ©post-kunst-werk

Tabea: Wenn ich das so sehe, ist Shopping doch ganz praktisch. Man bekommt genau das Papier, das man gern hätte ;o) Conqueror verwende ich oft als Vorsatzpapier. Die gerippte Oberflächenstruktur sieht so edel und klassisch aus. Man möchte es immer streicheln und betätscheln. Ebenso begeistert mich die sanfte Farbauswahl, die es gibt. Meist haben sogar kleine Läden Farben im Sortiment, die mir gefallen. Die geerbte Schublade voll mit Bütten und Ingrespapiere habe ich selbstverständlich zuerst überfallen. Ich denke jedoch, für die Frühlingspost ist noch was übrig. Die meisten meiner Postkunst-Arbeiten entstanden auf unserem »Papier des Hauses«.

Besonders gern habe ich Ingres Abreißblöcke. Jedes Papier darin hat eine andere Farbe. Fürs freie und schnelle Arbeiten perfekt, weil die Blöcke handlich sind. Sie sind schnell aus dem Regal gezogen und man kann gleich loslegen.


Papierplausch ©post-kunst-werk

Papierplausch ©post-kunst-werk

Papierplausch ©post-kunst-werk
Tabea: Zum Bücherbinden verwende ich gern ein Papier namens »F-Color«, welches ich vor 18 Jahren bei einem Buchbinder in Weimar gekauft habe. Es war mein »Abschluss-Einkauf«, mit dem ich dann in den Zug gestiegen bin, um nie wieder nach Weimar in den Laden zu kommen. Daher habe ich nur noch ein paar Bögen in meinem Bestand. Das Papier ist extra zum Bucheinbinden gedacht. Es ist dünn und trotzdem sehr belastbar und kann gut Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Besonders ist, dass dieses Papier eine außergewöhnliche Grauauswahl hat. Die 4 Bücher sind damals für meine Diplomarbeit entstanden …


Papierplausch ©post-kunst-werk
Neulich haben wir schöne Buchbindepapierreste in einer Kartonagenwerkstatt geschenkt bekommen. Vielleicht ist es auch »Color«-Papier, denn ich weiß, dass es dies mit vielen verschiedenen Oberflächenbeschaffenheiten gibt. Leinenstrukturen, Rinde, Holzeffekt wird per Papier imitiert.


Papierplausch ©post-kunst-werk
Aber das ist schon Luxus, denn in normalen Bastelläden liegt das nicht gerade herum. 

Michaela: Das sieht aus wie »Efalin« oder »Surbalin«. Damit arbeite ich auch gerne. Durch eine freundliche Spende im vergangenen Jahr habe ich auch noch große Vorräte an verschiedenen Einbandpapieren in unterschiedlichen Oberflächenstrukturen. Davon muss ich in der nächsten Zeit nochmal einige Portionen von den Rollen abschneiden und gepresst liegen lassen, denn sie sind durch lange gerollte Lagerung kaum noch glatt zu bekommen. Ein Papiervertreter erzählte mir letztens, dass die Papierfirmen besondere Schneidemaschinen haben, die das »Rollengedächtnis« des Papiers brechen, das funktioniert wohl über Hitze, sehr spannend.

Papierplausch ©post-kunst-werk

Papierplausch ©post-kunst-werk

Neben diesen edlen Papieren nutze ich auch ganz gerne einfache Pack-und Verpackungspapiere. So hebe ich meist die braunen Papiere, in die die feinen Bütten eingerollt werden genauso auf, schneide sie auf passende Formate und nutze sie zum Drucken und Buchbinden. Auch einfaches Tonpapier und Fotokarton, die es ja auch in schönen Farbtönen gibt, nutze ich für meine Drucke.

Tabea: Ja, das ist bei mir ähnlich. Ich verwende alle Papier, die mir handhabbar erscheinen. Im letzten Jahr haben wir sehr große Vorkommen von Papierproben im ehemaligen Atelier entdeckt. Viele der Proben waren im Din-Format und ich habe meinen Kalender daraus gebunden. Das war ein Traum, fast jede Seite war aus einem anderen, wunderbaren Papier. Faszinierend all die farblichen Abstufungen im Weißbereich, die sogar im Anschnitt zur Geltung kommen.


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Vielleicht lohnt es sich, bei Druckereien vor Ort, mal nachzufragen. Wobei man ehrlich sagen muss, dass die Papiervielfalt sehr eingeschränkt wurde. Unser Bedürfnis nach günstigen Druckpreisen zwingt die Druckereien, pragmatisch und kostengünstig mit Papier zu arbeiten. Sie kaufen in großen Mengen eine kleine Auswahl an Papier, welches mainstreamtauglich ist. 


Papierplausch ©post-kunst-werk
Papierplausch ©post-kunst-werk

Michaela: Weißes Papier brauche ich natürlich auch. Für die Innenseiten meiner Bücher nutze ich sehr gerne ein günstiges Universal-Zeichenpapier, das einem Werkdruck-Papier sehr ähnlich ist. Es hat nur ein Flächengewicht von 70 g/m2 (zum Vergleich: einfaches Kopierpapier hat meist 80 g/m2), aber es hat ein sehr hohes Volumen, fühlt sich also dicker an, ist naturweiß und hat eine leicht raue Oberfläche, auf die man gut zeichnen oder schreiben kann.  

Papierplausch ©post-kunst-werk
Tabea: Das ist ja mal ein Tipp! Werd ich ausprobieren. Ich wollte dich schon lange mal fragen, welches Papier du für deine Buchblöcke verwendest. Ich nehm auch gern gutes aber erschwingliches Papier, dicke Papierblöcke wie diesen hier. Ich zeichne und aquarelliere ja gern mal in meine Skizzenbücher, da ist ein etwas schwereres Volumenpapier perfekt geeignet.


Papierplausch ©post-kunst-werk
Michaela: Ja, das ist ja das gleiche Papier, nur in stärker, in höherer Grammatur, wie der Fachmann sagt. Auch auf der dünneren Variante arbeite ich manchmal mit Wasser.

Tabea: Habe ich noch nicht bemerkt, dass es das Papier auch in dünner gibt. Sehr lustig. – Mein diesjähriger Kalender hat ein Volumen sondergleichen. Ich habe Aquarellpapier verwendet, auch aus unserem DDR-Bestand. Es ist eher selten, dass ein Aquarellpapier dünn ist und gleichzeitig von beiden Seiten verwendbar. Ich war also entzückt, als ich es entdeckte. Gerissenes Papier kann im Anschnitt sehr schön haptisch sein. Man sollte aber wirklich genau überprüfen, ob sich ein Papier für ein bestimmtes Vorhaben auch eignet. Hier war es grenzwertig, denn das Buch möchte nun immer sehr gern zuschlagen, wenn es eigentlich offen vor mir liegen sollte.

Papierplausch ©post-kunst-werk

Es gibt für nahezu jede Technik spezielles Papier. Ich bin nun nicht so der Typ, der da von sich aus eine riesen Papiersammlung eröffnet hätte. Ich hatte viele Jahre besagten dicken Block (s. o.) für alles Mögliche im Gebrauch. Durch die Papierauswahl hier im Haus konnte ich es mal ausprobieren. Ja, manchmal macht es Sinn, sich genau das richtige Papier zu zulegen.

Zum Drucken eignet sich zum Beispiel dieses hauchdünne Papier wunderbar. Dadurch, dass das Papier so dünn ist, kann man es sehr gut an den Druckstock reiben und der Abdruck wird sehr scharf und genau. Seht ihr, es hat so kleine Fädchen auf der Oberfläche. Ich vermute, es bekommt dadurch Stabilität. Denn, wenn man das Papier vom Druckstock löst (Monotypie, Linoldruck, Holzdruck), muss es schon etwas aushalten. Druckfarbe kann ganz schön beharrlich zwischen Papier und Druckstock »kleben«. 


Papierplausch ©post-kunst-werk
Michaela: Ach, das war aber fein, mit dir durch deine Papiervorräte zu stöbern. Wir sollten noch betonen, dies ist keine Werbung, wir werden für die Links nicht bezahlt! Und vielleicht habt ihr Postkünstlerinnen ja auch ganz besondere Papiervorlieben und Bezugsquellen, lasst es uns wissen!

 Tabea: Ja, alle Empfehlungen sind selbst erprobt und vielleicht inspirieren sie euch ja. Wir könnten jetzt wohl noch eine Weile weiterplaudern. Da wir bei jeder Postkunst Papier verwenden, war dieses Gespräch echt mal nötig. Ich konnte einiges lernen und würde gern noch mehr. Ich bin gespannt auf eure Kommentare …


Eure Tabea und Michaela

Klapp-Karten-Kiste





Gestern reichte es. Die Zeit der bunten Adventsstreifenwand ist Ende Januar endgültig vorbei. Abgeräumt und gestapelt brauchten die Karten sofort ein neues Zuhause.


Einige Streifen der schwarzen Pappe, aus der meine Karten gemacht sind, lagen sowieso noch rum. Passenderweise hatten sie genau die gleiche Höhe wie der Kartenstapel, mussten also nur noch auf die richtige Länge gebracht werden und ein passender Boden dazu geschnitten werden. Als Deckel dient meine Streifenkarte, an die Kiste mit einem Leinenstreifen angebracht, so dass sie als Klappdeckel funktioniert.





Damit der ganze dicke Stapel auch wieder aus der Kiste herausfindet und man bequem blättern kann, habe ich ein Band eingebaut, das von unten alles anhebt.







Mit Kügelchen zum anfassen. In den Boden habe ich zwei Löcher gebohrt, durch die das Band innen in der Kiste befestigt ist.



Natürlich habe ich das Etikett noch beschriftet ...
um dann beim Hochladen der Fotos zu merken, was ich da geschrieben habe:



Stimmt doch nicht! Bin ich meiner Zeit voraus? Scheinbar bin ich schon gut in 2018 angekommen. Jetzt habe ich das Etitkett einfach abgerissen. Also Klappe zu, Kiste fertig.

Wir wissen, ihr scharrt schon alle mit den Hufen und freut euch auf die Frühlingspost, aber wir verraten noch nichts. Nur soviel: An meine große Magnetwand werden die Ergebnisse der Frühlingspost nicht passen, es wird größer! Neugierig? Am 19. Februar geht's los!

Ich freu mich schon

Eure Michaela